♥-lich willkommen auf meinem Blog. Wenn ich mich kurz vorstellen darf, ich heiße Lena und komme aus Hessen. Ich hoffe euch gefallen meine Posts.

Dienstag, 20. Februar 2018

nine

And if we get beaten by this winter,
If we get strangeled by regret,
Just let lour love of life and tension,
Gasp in sweet and stuttered breaths,
And have them lay us in the basement,
Smash some bottles on the ground,
And say we never knew the difference
Between the feeling and the sound.

Freitag, 16. Februar 2018

Welcome back.

Das letzte Jahr war ein riesengroßes Auf und Ab, kein besonders gutes noch dazu. Ich hatte Phasen, auf die ich nicht gerne zurückschaue, in denen ich mich manchmal gar nicht wie ich selbst gefühlt habe. Ich war insbesondere seit Beginn meines Semesters extrem gestresst wegen der Uni, wöchentlichen Hausaufgaben, Schreibaufgaben, Hausarbeiten usw., was natürlich alles Vorrang hatte vor dem Bloggen, na klar, aber auch davor, mich um mich, meine Bedürfnisse oder meine Interessen zu kümmern. Ich hatte nicht nur keine Zeit, um meine Gedanken festzuhalten, sondern auch keine um meine ganzen Freunde zu sehen, um auszugehen, um rauszugehen, Fotos zu machen, ein Buch abseits der Pflichtlektüren zu lesen oder einfach mal einen Tag mich völlig zu entspannen beim Nichtstun. Da ich jedoch ein Mensch bin, der gerne und viel Zeit für sich beansprucht, ist mir der ganze Stress und Druck nicht gut bekommen. Ich habe kaum noch was gegessen, in Folge dessen viel abgenommen, öfters Magenprobleme gehabt, Erbrechen und auch psychisch hat es alles andere als gut bei mir ausgesehen. Diese Daueranspannung, auch bedingt von einigen größeren privaten Problemen, auf die ich nicht eingehen muss, hat mich öfters an meine Belastbarkeitsgrenzen gebracht, was meistens in Tränen oder Aggressivität zum Ausdruck kam.

Nicht die einfachste Zeit, aber im Endeffekt ist sie fürs erste rum; Ich habe nun bis April frei und genieße meine Ferien. Aber das könnte ich nicht, wenn ich weiterhin diesen Blog vernachlässigen würde, es schmerzt einfach meinem Herzen sehr. Ich habe weiterhin Vieles, das mir im Hirn rumschwebt und neue Lektionen, die ich gelernt habe oder einfach neue Geschichten, die mein Leben bisher geschrieben hat, daher bin ich jetzt wieder dabei dies zu sammeln und aufzuschreiben. Momentan geht es mir auch gut, ich bin glücklich und noch glücklicher werde ich sein, wenn endlich dieser Winter vorbei geht. Die grauen Tage haben meine meist eh schon schlechte Laune oft bis zum Tiefpunkt gebracht, die ersten Sonnenstrahlen hingegen sind wie Balsam auf meiner Haut und meiner Seele. Ich bin nach drei Wochen Grippe, Erkältung und Mandelentzündung wieder gesund geworden, das finde ich auch erwähnenswert, bedenke man meinen miserablen gesundheitlichen Zustand während meiner Abschlussklausuren. Daran möchte ich gar nicht zurückdenken. Mit Tristan läuft es momentan ziemlich gut, ich hatte ihn bereits in einem Post erwähnt und ich denke, ich werde bald mehr von ihm zu erzählen haben. Na endlich, da hat der Blog nach so vielen Jahren wieder 2012- Charakter und ihr wisst was das bedeutet? Wenn nicht, die nächsten Posts werden sicher in einem Stil sein, der euch allseits bekannt ist. 
Was ist sonst noch passiert? Tja, ich wollte einige privaten Dinge gern unausgesprochen lassen, aber es ist unmöglich nicht zumindest darauf anzuspielen. Ich hatte erzählt, dass es einige Personen gab, bei denen ich der Ansicht gewesen bin, sie würden mich und mir nahe stehenden Leute nicht genügend respektieren. Mittlerweile sind sie mir egal, denn in meinem Leben, hat keiner von ihnen noch etwas verloren. Ich habe, über meine düstere Zeit, gelernt, dass mir besonders die Einflüsse von außen geschadet haben, ich selbst bin mit mir ja weiterhin völlig im reinen. Selbst, wenn ich mal weinerlich daheim gesessen habe, ich wäre nie in tiefe Depression verfallen, solange ich Kontrolle habe, über was mich runterzieht. Doch, was von außen kommt, vor dem kann ich mich nicht schützen, wenn ich es zu nahe an mich heranlasse. Das ist mir klarer geworden. Ich neige schon dazu, bevor sie eintreten, mich genauestens auf Situationen "vorzubereiten", damit sie mich nicht überfordern oder erschrecken können. Mit anderen Menschen, fällt mir dies jedoch schwer und besonders diejenigen, die besagte Negativität verbreiten und ausstrahlen. Ich kann sie kurz gesagt nicht mehr ertragen und ich habe mich entschlossen, sie ganz und gar auszusortieren. Denn es gibt für mich genug zu tun, das meine Aufmerksamkeit fordert und selbst wenn ich nun frei habe, möchte ich mich Zeichnen, Schreiben, Lesen, Fotografieren etc. beschäftigen und nicht mit deren Wertlosigkeit für mein Leben. Was soll ich euch noch sagen? Es geht bergauf, wie's bergab gegangen ist, mal gewinnt man, mal verliert man, aber meine Lektion, die lern ich immer dabei, das bleibt mir sicher. 

I can't do this, I thought.
And even if I can't, I have to.

Freitag, 1. Dezember 2017

Tut mir Leid

"Hoffentlich steigt er bald aus", denkst du dir, als du alleine mit der überfüllten Bahn nach Hause fährst und der alte Mann deine Tasche einfach so beiseite stellt, um sich neben dich zu setzen. Du schaust ihn angewidert an und rutschst vorsichtshalber ein Stück weg. Er riecht nach Zigaretten und Pfefferminzkaugummi, außerdem gibt er ständig ein Geräusch von sich, welches ein wenig wie ein Schniefen klingt. Seine Hände zittern die ganze Zeit, sicher nimmt er Drogen. Nicht einmal um den Platz gebeten hat er, den auf Arbeit hat er schließlich auch nicht mehr. 

Aber, dass ihm heute völlig unerwartet gekündigt wurde und er jetzt nicht weiß, wie er seiner Mutter die Medikamente bezahlen soll, kannst du ja nicht wissen.

"Was für ein Freak", denkst du dir, als die blasse Frau mit einer Narbe über das ganze Gesicht und dem langen, schwarzen Mantel an dir vorbeiläuft und du die Musik aus ihren Kopfhörern mithören kannst, so laut ist sie. Sie drängelt sich an den Leuten vorbei, den Blick starr zum Boden gerichtet. Du schüttelst demonstrativ den Kopf, als sie kurz aufschaut. Nicht einmal auf das kleine Kind, das sie beiseite schiebt, gibt sie Acht. 

Doch Kinder, kann sie einfach nicht mehr sehen, seit ihres bei einem Unfall ums Leben kam. Aber, dass sie dabei ihr Bein verloren hat, mit dem Mantel nur die Prothese verstecken will und die laute Musik nur hört, damit sie mit dem Bass noch etwas hat, was sie außer den Blicken der Menschen spürt, kannst du ja nicht wissen. 

"Hau bloß ab", denkst du dir, als der Junge, auf den du sauer bis, weil du ihn zwar liebst, er aber auf der Party vorgestern deine beste Freundin geküsst hat, auf dich zukommt und den Mund aufmacht, um dir etwas zu sagen. Für Entschuldigungen ist es jetzt zu spät, findest du, drehst dich weg und beschleunigst deinen Schritt, damit er dich nicht einholt. Nicht einmal erklären konnte er sich dir unter vier Augen, die du letztens nach ein paar Gläsern Wein ja auch nur für seinen Kumeepl hattest. 

Aber, dass er deine Freundin nur wegen einer Wette geküsst hat und dich den ganzen Abend herumflirten gesehen hat, was ihm noch ziemlich weh getan hat, als er dich nach Hause gefahren hat, weil du so betrunken warst und du deinen Schlüssel in seinem Auto vergessen hast, den er dir jetzt eigentlich geben wollte, kannst du ja nicht wissen. 

"Lass mich in Ruhe", denkst du dir, als dein Vater dir einen genervten Blick zuwirft und dich etwas gereizt angeht, da du wieder einmal vergisst, die Schuhe auszuziehen, bevor du in die Wohnung kommst und den Schulrucksack in die Ecke neben dem Schreibtisch wirsft und anschließend dich auf dein Bett fallen lässt. Nicht einmal einen Guten Tag hast du zu ihm gewünscht.

Den hattest du schließlich auch nicht, dank der Klausur, die ihr heute zurückbekommen habt. Aber, dass du mal wieder eine Fünf in Mathe geschrieben hast, kann er ja nicht wissen.

"Konnte ich ja nicht wissen", denkst du dir, als der Mann dir schließlich davon erzählt und anfängt zu weinen, nachdem er dich gefragt hat, ob er mit dir reden kann. 
"Konnte ich ja nicht wissen", denkst du dir, als du später in einer Kunstgalerie einige Bilder der Frau entdeckst, die gerade am Eingang stehen und ihre Geschichte liest, welche darunter geschrieben steht.
"Konnte ich ja nicht wissen", denkst du dir, als dir der Junge alles erzählt, nachdem du deinen Schlüssel ewig gesucht hast und schlielich in deinem Briefkasten einen Zettel gefunden hast, auf dem stand, er wäre dankbar, du würdest ihn anrufen. 
"Konnte ich ja nicht wissen", sagt dein Vater, als du ihm nach dem Abendessen die Arbeit auf den Tisch legst und er dich in den Arm nimmt, als du ihm erzählst, wie dich deine Lehrerin vor der ganzen Klasse bloßgestellt hat.

"Tut mir Leid", fügt er hinzu. 

Und dann fällt dir auf was du vergessen hast.