♥-lich willkommen auf meinem Blog. Wenn ich mich kurz vorstellen darf, ich heiße Lena und komme aus Hessen. Ich hoffe euch gefallen meine Posts.

Montag, 11. September 2017

Here we go again

Und da bin ich doch wieder. Auch, wenn mittlerweile einige Leute nicht mehr mit mir zu rechnen scheinen, ich krieg diesen Blog und damit mein Lieblingshobby seit Jahren, doch eh nie wirklich aus meinem Kopf. Welcher mir übrigens diesmal echt kurz vorm Platzen steht. Es ist selten, in knapperer Zeit so viel Neues passiert. 
Erstmal das Allerwichtigste: Es geht mir sehr gut. Ich bin wirklich aus meiner "Jeder will mir was Böses und jeder scheint mir Unrecht zu tun" - Phase wieder heraus. Diese ganze Negativität, die in der Luft lag, hat sich endlich verzogen, bzw habe ich mich von ihr befreit. Auch wenn ich nicht geschrieben habe, trotzdem habe ich mich fast noch intensiver mit meinen Gedanken auseinander gesetzt. Und dabei ist mir Einiges klar geworden, zum Beispiel wer die Leute sind, die ich wirklich Freunde nennen will. Dass es tatsächlich Menschen gibt, die sich um mich Sorgen machen und mir zur Seite stehen, selbst wenn ich mal den falschen Weg eingebogen bin. Was ich definitiv ab und an bin; doch keinen Pfad hätte ich je gewählt, würde er mich letztlich nicht zumindest zu meinem Ziel, der Erkenntnis, bringen. Angekommen. Endlich kann ich auch wieder voll zufrieden mit mir sein, denn in den vergangenen Wochen hatte ich natürlich nicht nur meinen Spaß, sondern auch einige wichtige Aufgaben zu erledigen. Beispielweise fange ich auch im Oktober wieder mit der Uni an und bin schon eingeschrieben. Philosophie und Kunstgeschichte probiere ich dieses Jahr aus, freue mich sogar ein kleines bisschen darauf. 
In meiner Abwesendheit hab ich extrem tolle Tage gehabt, an denen alles nahezu perfekt gewesen ist. An denen ich so verdammt viel erlebt und gesehen habe, dass ich es immernoch nicht richtig verarbeiten konnte. Ich bin aufgestanden und wollte nur eins: Mich vom Leben überraschen lassen und das hat ziemlich gut funktioniert. Selten habe ich mir überhaupt etwas vorgenommen, so spontan war ich hier und da, mit den unterschiedlichsten Personen. Ob im Tanzhaus oder auf irgendwelchen illegalen Open-Air Raves, für einen kurzen Sommer, habe ich ziemlich was mitgemacht. Wobei wir auch schon beim negativen Part angelangt wären: Leider ist der Sommer um und der Ernst des Lebens fängt wieder an. Trotzdem bin ich sehr zuversichtlich, dass es ähnlich gut weitergehen könnte, wie es aktuell läuft. Man könnte glatt meinen, im Vergleich zu letztem Jahr genau um diese Zeit, habe sich nicht wirklich viel verändert: Ich stehe am Beginn meiner Unizeit, gehe mehr mit anderen feiern oder einfach nur raus, probiere mich aus und werde ein erwachsener einfach. Trotz, dass sich keine weltbewegenden nach außen hin erkennbaren Änderungen in meinem Leben ergeben haben mögen, kein super Jobangebot im Ausland und kein Heiratsantrag in Sicht ist genau diese 12 Monate, mit denen ich nach diesem Sommer abschließe, haben mich auf menschlicher, chrakterlicher Ebene nochmal ein riesiges Stück weitergebracht. 
Ich dachte, ich wüsste nicht genau, warum ich so bin, wie ich nunmal bin, aber ich denke, ich finde es langsam immer mehr heraus. Es ist ehrlich interessant, sich auch selbst noch besser kennenzulernen und einfach zu erforschen, woher meine ganzen Gefühle oder Gedanken kommen. Einfach den Ursprung zu erkunden und sich bewusst über seine Stärken und Schwächen zu werden. Zum Beispiel habe gelernt, dass je nach dem wie ich mich jemandem gegenüber verhalte, ich vorher sein Wirken auf mich reflektiere und aus vielen mir unersichtlichen Gründen mehr oder weniger nett zu dieser Person bin; abweisend oder manchmal ängstlich reagiere. Hinter mir steckt wenig Berechnung, oder Voreingenommenheit, worüber ich sehr glücklich bin. Mehr steckt in mir ein noch höherer Gerechtigkeitssinn, den ich aber selbst definiere und durchsetze, so gut es mir möglich ist. Nur eben nicht mit einer Art Willkür, eher in unwichtigen Bemerkungen oder in kleinen Taten zu erkennen, auf die sonst niemand achten würde. Womit ich versuche andere Menschen zu testen, in wiefern sie auf mich reagieren. Ich versuche, mich mit ihnen durch Streit und Einklang auseinander zu setzen, eine Entwicklung anzuschieben oder zumindest anzustreben.
Nennt mich eingebildet, das tun viele, aber momentan bin ich einfach wieder in meinem gewohnten Einklang mit mir selbst. Nicht mehr so gestresst wie noch vor ein paar Wochen, aber dafür wieder mit einem Grinsen im Gesicht, selbst wenn ich durch den Regen laufe. Alles passiert um mich herum und statt mir zu viele Gedanken zu machen, versuche ich mir meine Vorfreude auf die neuesten Abenteuer zu behalten. Die meisten Dinge, vor denen man Angst hat, passieren sowieso nie. Und wenn wir schon bei Sprüchen sind, habe ich noch einen ziemlich treffenden auf Lager: 

Morgens früh lief ich hinaus, 
Das Gras war feucht vom frischen Tau.
Ich schaute und war voller Glück verrückt,
Denn alles stimmt genau.  
  
Es wird weiterhin nicht langweilig mit mir, da kann man sich sicher sein und ob ich andere Leute dazu bringen kann, meine Lebensphilosophie anzunehmen, wird sich zeigen. Ich wünschte mir trotzdem jeder Teenager meiner Generation hätte ein ähnliches Mindset, da bin ich ehrlich. Denn es steckt hinter jedem unwichtigen Augenblick, so viel mehr als man je auf einmal sehen oder verstehen könnte, hinter jedem Gespräch so viele ungesagte Worte und verborgenen Emotionen und in jedem Menschen mehr hinter der Fassade, die wir Schritt für Schritt durchdringen müssen, um einander näher zu sein. Das ist zusammengefasst, das Wichtigste, was ich aus der Zeit gelernt habe und was ich an Personen weitergeben will, die sich offen für sowas erweisen. Und natürlich auch an meine Blogleser, die hoffentlich bald wieder mehr werden. Lesestoff für die nächste Zeit ist auf jeden Fall in Arbeit. 

Freitag, 21. Juli 2017

Der Klick (?)

Leute, ich muss euch dringend etwas erzählen, besser gesagt schiebe ich es schon eine Weile vor mir her; Es ist nämlich was passiert! Ich tue mir nur extrem schwer, in Worte zu fassen, was es wirklich ist und gehe auch nicht davon aus, dass ihr mir glaubt. Aber in meiner Lebensgeschichte ist einfach der erste Klick gewesen. Jetzt fragt ihr euch sicher, was ich damit meine, ich versuche es zu erklären:
Ein paar Freunde und ich saßen bei mir eines Abends im Wohnzimmer, tranken, erzählten, es war einfach eine gemütliche Runde wie des Öfteren. Ich saß mit Marcel, Jere, Moritz auf dem Sofa, als es geschah, Tristan und Niklas glaube ich standen gerade; Für einen klitzekleinen Moment traten wir alle aus diesem Universum, es war als hätte uns ein Schlag getroffen, der durch Mark und Bein ging. In diesem Augenblick waren meine Gedanken soweit weg von der Realität, dass ich mir einbildete, die Welt könnte untergehen, wir würden neu geboren werden oder es würde jetzt zumindest irgendwas richtig Unerwartetes passieren. Plötzlich starrten wir alle Jere an, wie aus Reflex heraus. Warum die anderen das gemacht haben, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich kann nur vor mir sagen, dass ich in ein Licht geschaut habe, erst dachte ich sogar eine Lampe wäre in der Ecke angegangen. Jedoch war das nicht der Fall, viel mehr hatte ich irgendwas in seinen Augen gesehen, was mir wie ein Lichtschweif vorkam. Ich hatte direkt Gänsehaut an meinem gesamten Körper. Nach einem Moment der Stille, riefen alle wild durcheinander: "Das ist gerade wirklich passiert, das geht nicht nur mir so oder?" Jeder nickte, nicht umsonst hätten wir alle im selben Moment zu Jere geschaut und diese unglaubliche Energie gespürt. Ich glaube uns beide hatte die ganze Geschichte am meisten betroffen, denn meine Schockstarre hielt noch eine gute Weile an. Bis ich vorsichtig herausbrachte: "Jere, was hast du gesehen?" Haltet mich endgültig für durchgedreht, aber ich habe fest damit gerechnet, dass er eine Prophezeihung für uns hat, hielt sogar einen Einblick in das Leben nach dem Tod für möglich. Jedenfalls sah es für mich danach aus, als wäre er kurz aus dem Sitzen hochgezogen worden von einer Art Magie? Doch er schüttelte den Kopf, meinte er wüsste nicht, was eben passiert wäre. Aber er gab mir auch Recht, dass es wirklich vom kompletten Einbruch der Realität, wie wir sie kennen oder einem göttlichen Zeichen, alles hätte sein können. Keinem von uns ist jemals etwas nur annähernd Vergleichbares passiert und ich glaube nicht daran, dass sowas öfters vorkommt. Auch Tage später finde ich keine Erklärung dafür, ich weiß nur, mit welchem Gefühl der Klick mich zurückgelassen hat. Angst. Ich fühle mich so ohnmächtig, ich dachte ich hätte etwas begriffen, aber im Endeffekt habe ich keine Ahnung was wirklich abgeht. Die haben wir alle wohl nicht, doch für Menschen wie mich ist es bedeutend schlimmer. Abgesehen davon, dass ich daran bis an mein Lebensende denken werde, habe ich das Gefühl, es sollte mir irgendeine Art Zeichen sein. Dass übernatürliche Kräfte existieren? Sowieso, daran lasse ich auch keinen Zweifel aufkommen. Doch vielleicht ist es irgendwas Tiefergreifendes, irgendeine Bestimmung. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, ich weiß nur, dass ich versuchen werde, irgendeinen Sinn darin zu deuten und auf weitere Symbole dieser Art zu achten. Wohlmöglich war es der erste "Reset" des Universums, genauso gut könnte sowas schon einige Male passiert sein und niemand war in der Lage das in Worte zu fassen oder ihnen wurde kein Glaube geschenkt. Ich weiß nicht, ob ich es jemals rausfinden werden. Das macht mich so verrückt.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Ich habe mich heute Morgen wirklich auf das Bloggen gefreut, da war ich aber auch ahnungslos was passieren würde. Eine kurze Meldung auf meinem Handy, auf diesem Weg ereichte mich die schreckliche Nachricht: Chester Bennington, der Sänger der Band Linkin Park ist tot. Es wird von einem Selbstmord ausgegangen. Sprachlos starrte ich das Display an, ein riesen Kloß steckte mir im Hals und innerhalb weniger Minuten realisierte ich es dann endlich. Linkin Park war nicht irgendeine Band für mich, sie hatte mein Leben über so viele Jahre begleitet, in guten wie in schlechten Zeiten. Ich kenne jeden Songtext auswendig. Ich hab jedes Album rauf und runter gehört, Jahr für Jahr und ich bin glücklicherweise zumindest einmal in den Genuss gekommen, sie live zu sehen. Dann schossen Tränen in meine Augen, das Licht des Handys nahm ich nur noch verschwommen war, für einen kurzen Moment brach es mein Herz. Dann hörte ich mir minutenlang "Leave Out All The Rest" an, wobei ich pausenlos weinte und mich daran erinnerte, wie ich das erste Mal mitbekam, dass Linkin Park im Radio gespielt wurde - wie ich meinen Cousin anflehte mir alle CDs zu kopieren und ich sie mir dann jeden Tag beim Schreiben meiner ersten Texte reinzog. Zum Beispiel auch beim Schreiben dieses Blogs. Ich will nicht melodramatischer klingen wie sonst auch, aber es wird für mich niemals mehr eine Band geben, wie Linkin Park es war. Es fühlt sich an, als wäre ich um einen wichtigen Bestandteil meiner Jugend bestohlen worden und niemand kann ihn ersetzen.

When my time comes
Forget the wrong that I've done
Help me leave behind some
Reasons to be missed
And don't resent me
And when you're feeling empty
Keep me in your memory
Leave out all the rest
Leave out all the rest

Rest In Peace Chester,
ich liebe dich und werde dich
und deine Musik nie vergessen.